Zur aktuellen Situation

Aus gegebenem Anlass ein paar Informationen zum Stand der Dinge bei der Tafel Göttingen.

Die aktuelle Coronavirus-Pandemie hat auch für unsere Arbeit Konsequenzen, über die wir hier informieren wollen.

Das Wichtigste zuerst: Die Tafel Göttingen e.V. hat weiterhin geöffnet, auch wenn offenbar andere Gerüchte im Umlauf sind. Wir machen weiter mit unserer Arbeit. Wir gehen im Augenblick nicht davon aus, von den heute angekündigten Maßnahmen der niedersächsischen Landesregierung (Schließung von Geschäften u.a.) betroffen zu sein.

Alle Ausgabestellen haben zu den üblichen Zeiten geöffnet, auch Neuanmeldungen sind nach wie vor möglich. Einzige Ausnahme: Die Ausgabestelle Geismar ist bis auf weiteres geschlossen. KundInnen aus Geismar haben stattdessen die Möglichkeit, in unserer Hauptstelle (Mauerstr. 17) Ware zu erhalten.

Unsere KundInnen sind nicht in der Lage, sich an den allgemeinen Hamsterkäufen zu beteiligen. Deshalb halten wir es für wichtig, dass wir weiter unseren Beitrag zur Versorgung unserer Kundschaft leisten.

Um dies möglich zu machen und gleichzeitig unserer Verantwortung für das Wohlergehen unserer KundInnen, MitarbeiterInnen und der Allgemeinheit gerecht zu werden, haben wir einige Veränderungen im Ablauf vorgenommen.

Unter anderem beschränken wir den Zugang zu unseren Räumlichkeiten, um zu vermeiden, dass sich zu viele Menschen auf zu engem Raum bewegen müssen.

Alternativ zum üblichen Modell der Bedienung im persönlichen Gespräch bieten wir unseren KundInnen Ware in vorgepackten Tüten an, um die Aufenthaltszeit in unseren Ausgabestellen zu verkürzen.

Alles, was nicht die Essensausgabe (Lebensmittel abholen, sortieren und verteilen) angeht, wird nicht stattfinden. Das betrifft vor allem das für den 17. März geplante Reparaturcafé und die Rechtsberatung. Diese wird vorerst bis einschließlich 01. April nicht stattfinden.

Selbstverständlich beobachten wir die weitere Entwicklung genau und können nicht ausschließen, dass sich in der näheren Zukunft etwas Wesentliches an den Bedingungen unserer Arbeit ändert. Wir werden Sie (hier und auf unserer Facebook-Seite) darüber informieren.

Noch ein Wort zu unserer aktuellen Versorgungssituation: Wie viele andere Tafeln stellen wir derzeit fest, dass wir von unseren Partnerunternehmen deutlich weniger Ware als üblich erhalten. Wir halten dies für eine Folge der aktuell stattfinden Hamsterkäufe. Wie immer gilt: Wir verteilen alles, was wir bekommen und gebrauchen können, unter allen KundInnen. So fair, wie wir nur irgendwie können. Sollte es derzeit etwas weniger als üblich sein, bitten wir um Verständnis.

Globalisierung und Tafel?- Seminar zum Thema Globalisierung macht auch die Tafel zum Inhalt

Vom 20. Februar bis zum 22. Februar besuchten abwechselnd 10 Teilnehmer*innen eines Seminars zum Thema Globalisierung die Tafel. Die Teilnehmer*innen des Seminars absolvieren zur Zeit alle ein Freiwilliges Soziales Jahr in Kindergärten, Grundschulen und Krippen. Zum Freiwilligen Sozialen Jahr gehört auch das Absolvieren von Bildungsseminaren, welches in der Regel vom Trägerverein durchgeführt wird, in diesem Falle der Kinderhaus e.V. Das Kernthema dieses Seminars war Globalisierung und so entschieden sich die Teilnehmer*innen in Rahmen des Seminars auch die Tafel zu besuchen.

Tafel und Globalisierung? Das klingt vielleicht zunächst nicht so, als ob beide Themen eng miteinander verbunden sind, aber beim genauen Hingucken bemerkt man, dass der Prozess der Globalisierung und die Schaffung eines weltumspanndenden zwischengesellschaftlichem Netzwerkes auch gewaltige Auswirkungen auf die Tafel hat. Wenn man schon allein an die Lebensmittel denkt, welche tagtäglich durch die vielen Spenderinnen und Spendern bei der Tafel landen und oftmals am anderen Ende der Welt produziert wurden. Sei es die Avocado aus Mittelamerika, die Kiwi aus Neuseeland oder der Granatapfel aus Persien. Diesen direkten Einfluss der Globalisierung konnten die Seminarteilnehmer*innen hautnah erleben, denn sie arbeiteten aktiv im Tafelbetrieb mit und halfen bei der Sortierung der Lebensmittel für die Vorbereitung zur Ausgabe an die bedürftigen Menschen.

Neben der tollen aktiven Mitarbeit der Freiwilligen im Tafelbetrieb, stand am letzten Tag noch eine gemeinsame Seminareinheit auf dem Plan, bei der ein weiteres Thema behandelt wurde, welches auch einen starken Bezug zur Tafel hat, nämlich die Armut im Kontext der Globalisierung. Dazu guckten wir uns gemeinsam die Arbeitsbedingungen auf einer Kaffeeplantage in Kolumbien an und stellten fest, dass die Globalisierung bei all ihren großen Vorteilen auch einen verschärften Wettbewerb mit sich bringt, welcher dazu führen kann, dass Arbeiterinnen und Arbeiter schlechter bezahlt werden, um auf dem neuen großen Weltmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies führt vielerorts auf der Welt zu einer absoluten Armut was bedeutet, dass die Menschen so wenig Geld zur Verfügung haben, dass sie nicht mehr wissen, wie sie ihre menschlichen Bedürfnisse decken sollen.

Neben der absoluten Armut befassten wir uns auch mit der relativen Armut in Deutschland. Relative Armut meint, dass man im Vergleich zur Gesellschaft weniger materielle und immaterielle Güter zur Verfügung hat und deshalb in vielerlei Hinsicht in der Gesellschaft benachteiligt ist. Wir stellten fest, dass sich das Vermögen in Deutschland gewissermaßen anders verteilt, als noch 1998. Dafür nahmen wir die jeweiligen Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung als Grundlage und bemerkten, dass die Ungleichheit in der Vermögensverteilung seit 1998 zugenommen hat. Dabei fiel uns auf, dass gleichzeitig sowohl die Zahl der Tafeln, als auch die Zahl ihrer Kundinnen und Kunden zugenommen hat. Zum Schluss kamen wir zum Fazit, dass es wichtig ist die Globalisierung, so vorteilhaft sie auch ist, aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

Wir bedanken uns hiermit recht herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre tolle Mitarbeit im Tafelbetrieb und für die spannende Seminareinheit die auch für uns einige neue Wissenserkenntnisse hervorbrachte, denn die FSJler*innen waren durch das Seminar sehr gut über das Thema Globalisierung informiert, sodass wir auch viele neue Erkenntnisse für unsere Tafelarbeit gewinnen konnten.

JuTa goes Berlin – Teil 2

Neben dem politischen Engagement bei dem Besuch in Berlin im Dezember 2019 gab es auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm!

Am 9. Dezember ging es für die Gruppe nach Steglitz zu einem der vier Rettermärkte Sirplus. Die Führung durch den Markt und der anschließende Austausch gaben einen spannenden Einblick in den wirtschaftlichen Ansatz der Lebensmittelrettung als Geschäftsmodell.

Die sozial-ökologische Perspektive stand beim Besuch der Berliner Tafel im Mittelpunkt: Im Büro der Tafel tauschten sich die jungen Engagierten aus Göttingen mit den Berlinern aus über ihre Erfahrungen mit der Tafel, der Jugendarbeit und den Forderungen an die Politik. Danach gab es eine Führung durch das Lager der Tafel.

Anschließend ging es zur Arbeiterwohlfahrt (AWO). Im Gespräch mit Vorstandsmitglied Brigitte Döcker diskutierten die jungen Ehrenamtlichen über Sozialpolitik und debattierten die strategischen Ziele der AWO.

Auch für diese vielfältigen Möglichkeiten möchten wir uns bei allen bedanken, die uns diese ermöglicht haben!

JuTa goes Berlin!

Anfang Dezember 2019 konnten einige Junge Ehrenamtliche der Tafel Göttingen hinter die Kulissen des Bundestages schauen und sich politisch weiterbilden. Denn die politische Vernetzungsarbeit ist ein wichtiges Element der Arbeit bei der Jungen Tafel.

Tafel-Arbeit ist politisch. Deshalb engagieren sich die jungen Ehrenamtlichen der Tafel Göttingen nicht nur lokal in ihrer Tafel, sondern vernetzen sich auch aktiv mit politischen Akteuren. Bereits zum zweiten Mal besuchten 8 der 25 Ehrenamtlichen daher den Deutschen Bundestag. Zusammen mit Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung nahmen sie in Berlin an einem dreitägigen Seminar mit Rahmenprogramm teil.

Am Sonntag, den 8. Dezember trafen sich Ehrenamtliche der Jungen Tafel Göttingen und Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung im Jugendgästehaus Berlin. Grund dafür war die Einladung der SPD in den Bundestag: Hier durften die jungen Aktiven mit der ernährungspolitischen Sprecherin der SPD, Ursula Schulte, diskutieren.

Dies war auch der Höhepunkt des Ausflugs für alle Teilnehmer: der Besuch im Bundestag am Dienstag, dem 11. Dezember. Den Termin bereiteten die Ehrenamtlichen und Stipendiaten gründlich vor. Deshalb konnten sie in dem einstündigen Gespräch mit Ursula Schulte die Themen Lebensmittelverschwendung und Altersarmut, aber auch ihre Forderungen zur Ernährungs- und Sozialpolitik ausführlich besprechen. Die Führung durch den Bundestag rundete den Tag ab.

Der Austausch und Dialog mit Politikerinnen und Politikern ist wichtig für die zukünftige Tafel-Arbeit. Aus diesem Grund begrüßt die junge Tafel Göttingen weitere Möglichkeiten dieser Art, Einblicke in die politische Schaffensprozesse zu erlangen.

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen, die uns diese Erfahrung ermöglicht haben!

Reparaturcafé mit neuen Öffnungszeiten

Wir freuen uns, dass das Reparaturcafé sich nach wie vor reger Nachfrage erfreut und auch in diesem Jahr fortgesetzt werden kann. Aus organisatorischen Gründen ändern sich allerdings die Öffnungszeiten:

Ab sofort findet das Reparaturcafé von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr statt, wie gewohnt an jedem dritten Dienstag des Monats.

Nächster Termin:

Dienstag, 18. Februar, 17:00 Uhr, im Mauerblümchen, Mauerstr. 16.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

“Ist das noch gut?”

20 Schülerinnen und Schüler der Eibenwaldschule besuchen die Tafel Göttingen

Am 16. Dezember machten 20 Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse einen Ausflug zur Tafel Göttingen. Sie hatten alle davor bei einer Aktion mitgemacht, bei der sie Weihnachtsgeschenke für Kundinnen und Kunden der Tafel gesammelt hatten. Nun wollten sie die Einrichtung besuchen, deren Kundinnen und Kunden sie eine große Freude mit ihren Geschenken bereiteten.

Die 20 Kinder guckten sich begeistert den Tafel-Betrieb von der Lieferung der gespendeten Ware, über das Sortieren, bis zur Ausgabe der Lebensmittel an. Besonders erstaunt waren die Schülerinnen und Schüler über die vielen verschiedenen Lebensmittelangebote der Tafel, sowie über die Vielzahl von Arbeitsabläufen, die mit der Arbeit im Tafel-Alltagsbetrieb verbunden sind.

Nach der Führung durch die Räumlichkeiten durften die Kinder dann selber an die Arbeit. Sie bekamen eine Kiste mit gespendeten Lebensmitteln und durften selber beurteilen, ob beispielsweise die Kiwi noch gut ist. Oftmals wurde zu Beginn eher skeptisch beäugt, was wir von der Tafel im Gegensatz zu den Schülerinnen und Schüler als noch essbar betrachteten. Doch nachdem wir den Kindern zeigten, dass man sich zum Beispiel von der etwas schrumpeligen Schale oder verbeulten Verpackung nicht in die Irre führen lassen sollte, kam immer häufiger, bei Lebensmitteln, welche anfangs noch als nicht mehr essbar betrachtet worden, die Frage „Ist das noch gut?“.

Die Schüler*innen lernten dabei, bei der Beurteilung, ob ein Lebensmittel noch essbar ist, sich mehr auf ihre Sinne zu verlassen. Darüber hinaus lernten sie auch, wie man bestimmte Lebensmittel lagert und was es mit dem MHD auf sich hat. Die Frage „Ist das noch gut?“ wird mit großer Sicherheit in Zukunft seltener gestellt werden, weil sie einiges über den richtigen Umgang mit Lebensmitteln lernten, sodass das Wegwerfen von Lebensmittel sicherlich zukünftig häufiger vermieden wird.

Die Kinder brachten darüber hinaus selbst gebackene Kekse mit, die sie davor liebevoll und mit großem Aufwand gebacken hatten. Zum Schluss durften sie noch bei der Ausgabe ihrer selbst gespendeten Weihnachtspäckchen an die Kundinnen und Kunden der Tafel mithelfen. So bekamen sie einen hautnahen Eindruck darüber, wo ihre Geschenke zum Schluss ankommen.

Durch die Bärenarbeit der Schülerinnen und Schüler der Eibenwaldschule konnte den Tafelkundinnen und -kunden auch dieses Jahr wieder eine große Freude bereitet werden, weshalb die Tafel Göttingen sich ganz herzlich bei den Schüler*innen und Lehrkräften der Eibenwaldschule hiermit bedanken möchte.

DANKE!

An diesem 4. Und letzten Adventssonntag 2019 möchten wir uns bei allen bedanken, die dieses Jahr Weihnachtsgeschenke für unsere Kundinnen und Kunden gekauft, gesammelt, verpackt und zu uns gebracht haben.

Auf diesem Weg sind in diesem Jahr erstmals mehr als 1.000 Geschenke zusammengekommen – ein absoluter Rekord, über den wir glücklicher nicht sein könnten!

Mit dabei waren

Das Felix-Klein-Gymnasium,

das Max-Planck-Gymnasium

die Eibenwaldschule Eddigehausen,

der Tuspo Weende und seine Handarbeitsgruppe,

die Volkshochschule Göttingen,

Continuum Global Solutions und

Zahlreiche Einzelpersonen, die vor allem im Rahmen der Aktion „Christmas in a Box“ mitgemacht haben. An dieser Stelle geht für die Aktion ein großes Dankeschön an Canquer Babel, Enactus Göttingen und die Junge Tafel Göttingen, die diese Aktion ins Leben gerufen haben!

Außerdem wurden dieses Jahr auch Teddybären von der ELSA Göttingen e.V. und dem RCDS verkauft, die an die Tafel Göttingen e.V. gespendet wurden. Dabei wurden 90 Teddybären erstanden, die wir gemeinsam mit den Geschenken an die Kinder unserer Kundinnen und Kunden verteilt haben.

Wir freuen uns sehr über diese erfolgreiche Aktion zur Weihnachtszeit, wünschen allen noch einen schönen 4. Advent und besinnliche Feiertage.

Frohe Weihnachten!

Humanitäres Projekt der FOS

Am 24. September besuchten ca. 12 Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Wirtschaft die Räumlichkeiten der Tafel Göttingen, um sich über die Tafel und ihre Arbeit zu informieren. Die Besuchergruppe bestand aus 15 Schülerinnen und Schülern, die statt an der Klassenfahrt teilzunehmen, sich zur Aufgabe gesetzt hatten ein humanitäres Projekt durchzuführen.

Die Schülerinnen und Schüler konnten sich sämtliche Arbeitsabläufe angucken, da die Führung während der Betriebszeiten stattfand. So bekamen sie zu sehen, wie die Lebensmittel bei der Tafel angeliefert, anschließend sortiert und später ausgegeben werden.

Die Teilnehmenden zeigten sich sehr interessiert, insbesondere an der Fülle von ehrenamtlicher Arbeit und so kamen ein paar der Schüler*innen sehr schnell auf die Idee die Tafel dadurch zu unterstützen, dass sie die Arbeit der Tafel Göttingen präsenter machen möchten.

Die Schüler*innen nahmen massig Infomaterial mit und verteilten dieses, während sie bei sich in der Schule Kaffee und Kuchen verkauften.

Des Weiteren wurde von den Schülerinnen und Schülern ein kleiner innovativer Kurzfilm gedreht der die Arbeit der Ehrenamtlichen bei der Tafel Göttingen erklärt. Die SchülerInnen stellten uns diesen zur Verfügung, um damit unter anderem auf unserer Homepage Werbung für eine Mitarbeit bei der Tafel zu machen.

Wir danken den Schülerinnen und Schülern der FOS, der BBS1-Arnoldischule für ihr großartiges Engagement und Interesse an der Tafel!

Das Video findet ihr hier.

DANKE!

Heute am Dritten Advent möchten wir uns ganz besonders bei Rotaract, der Jugendgruppe des Rotary Club, bedanken.

Sie haben uns in diesem Jahr am 16.11.19 wieder mit der „Kauf Eins Mehr“-Aktion unterstützt bei tegut im Carré in Göttingen.

Bereits am 3. und 4. Mai diesen Jahres hat uns Rotaract mit der “Kauf Eins Mehr”-Aktion bei tegut in Geismar unterstützt.

Wir wünschen allen noch eine schöne Adventszeit!

DANKE!

An diesem zweiten Advent möchten wir wieder Danke sagen!

Heute ganz besonders bei Continuum Global Solutions, die am 02. September einen Kuchenbasar zugunsten der Tafel ausgerichtet haben und sich außerdem auch an den diesjährigen Weihnachtspäckchen beteiligen.

Wir wünschen allen einen schönen zweiten Advent und noch eine besinnliche Vorweihnachtszeit.